Der Wechsel von Cookiebot zu CookiePilot ist kein reiner Austausch eines Cookie-Banners. In der Praxis wechseln Sie den zentralen Punkt, an dem Einwilligungen, Skripte, Kategorien, Nachweise und Marketing-Messung zusammenlaufen. Eine saubere Migration schützt den laufenden Betrieb, erhält wichtige Dokumentation und macht künftige Änderungen für Marketing, Recht und Entwicklung leichter beherrschbar.
Dieser Leitfaden richtet sich an Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die bereits eine Consent-Management-Plattform nutzen und kommerziell prüfen, ob sie von Cookiebot zu CookiePilot wechseln sollten. Der Schwerpunkt liegt auf Umsetzung: Vorab-Audit, Inventar, Export, Ersetzung, Skript-Mapping, Google Consent Mode v2, Google Tag Manager, WordPress, WooCommerce, E-Commerce, Rollback und Monitoring. CookiePilot kann bei Consent-Management und technischer Einrichtung unterstützen. Eine Garantie für Datenschutz- oder TTDSG-Konformität kann aber kein Tool geben. Entscheidend bleiben Ihre Zwecke, Anbieter, Texte, Rechtsgrundlagen, Einstellungen und internen Prozesse.
Wenn Sie vor der Migration noch vergleichen möchten, passen die Seiten Cookiebot-Alternative, Funktionen und die Preisübersicht gut in die Entscheidungsphase.
Wann ein Wechsel von Cookiebot zu CookiePilot sinnvoll ist
Ein Wechsel lohnt sich besonders, wenn Ihr aktuelles Setup mehr Aufwand verursacht, als es löst. Typische Auslöser sind ein Website-Relaunch, eine neue Google-Tag-Manager-Struktur, die Einführung oder Korrektur von Google Consent Mode v2, ein WooCommerce-Projekt, mehrere Sprachversionen oder der Wunsch nach klareren Zuständigkeiten für Cookies und Skripte.
Definieren Sie zuerst den geschäftlichen Grund. Möchten Sie weniger manuelle Pflege im Tag Manager? Sollen Google Ads und GA4 verlässlicher mit Consent-Signalen arbeiten? Braucht Ihr Shop ein verständlicheres Banner in Deutsch, Englisch, Französisch oder Italienisch? Soll die Rechtsabteilung Kategorien einfacher prüfen können? Diese Gründe sind konkreter als die Aussage, dass ein anderes CMP „besser“ sei.
Genauso wichtig ist die Abgrenzung. Eine CMP-Migration entfernt nicht automatisch überflüssige Anbieter, schreibt keine Datenschutzerklärung neu und korrigiert keine chaotische Tag-Landschaft. CookiePilot hilft beim Rahmen für Einwilligung und Skriptsteuerung. Ihr Team muss weiterhin entscheiden, welche Dienste eingesetzt werden, welchen Zweck sie erfüllen und welche Kategorie sie benötigen.
Für Deutschland sollten Sie offizielle Quellen im Blick behalten: den Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, die Bundesnetzagentur, den Europäischen Datenschutzausschuss und die EU-Kommission zum Datenschutz. Für Consent Mode ist außerdem die offizielle Google-Dokumentation relevant.
Vorab-Audit: erst verstehen, dann ersetzen
Beginnen Sie mit einem technischen und fachlichen Audit der bestehenden Cookiebot-Installation. Ziel ist nicht, jeden historischen Sonderfall zu perfektionieren. Ziel ist, vor dem Launch zu wissen, wo Cookiebot geladen wird, welche Skripte davon abhängen, welche Domains erfasst sind und welche Risiken beim Austausch entstehen.
Erstellen Sie ein Inventar mit Domain, Subdomain, Seitentyp, Cookiebot-Einbauort, GTM-Container, Analyse-Tools, Werbepixeln, eingebetteten Medien, Chat-Tools, Heatmaps, A/B-Tests, Affiliate-Skripten, Payment-, Fraud- und Review-Anbietern. Für Shops gehören Startseite, Kategorie, Produktdetailseite, Suche, Warenkorb, Checkout, Kundenkonto, Bestellbestätigung und Retouren- oder Servicebereiche dazu.
Prüfen Sie nicht nur die Oberfläche im CMP. Öffnen Sie die Website in einem frischen Browserprofil, nutzen Sie Entwicklertools, den GTM-Vorschaumodus und nach Möglichkeit einen Crawler. Testen Sie Erstbesuch, „Alle ablehnen“, „Alle akzeptieren“, einzelne Kategorien, Änderung einer Auswahl und Wiederkehr nach Reload. Notieren Sie, welche Cookies vor Einwilligung gesetzt werden, welche Tags nach Einwilligung feuern und welche Skripte trotz Widerruf aktiv bleiben.
Klären Sie außerdem, welche Dienste wirklich notwendig sind. In Deutschland ist die Unterscheidung zwischen technisch erforderlichen Vorgängen und einwilligungsbedürftigen Zugriffen besonders wichtig, weil neben der DSGVO auch das Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz relevant sein kann. Ein Dienst ist nicht allein deshalb erforderlich, weil Vertrieb oder Marketing ihn nützlich findet. Warenkorb, Login-Sicherheit, Zahlungsabwicklung oder Lastverteilung können anders zu bewerten sein als Remarketing, Webanalyse, Social Plugins oder Personalisierung.
Exporte und Nachweise sichern
Vor dem Entfernen von Cookiebot sollten Sie alles sichern, was später als Nachweis oder Referenz dienen kann: aktuelle Bannertexte, Kategorien, Anbieterlisten, Skriptdeklarationen, Domain-Gruppen, Sprachversionen, verfügbare Consent-Logs, Scan-Berichte und Screenshots der aktiven Oberfläche. Legen Sie Datum, Uhrzeit, verantwortliche Person und betroffene Website-Version ab.
Diese Dokumentation hilft bei zwei Problemen. Erstens können Sie nach dem Launch nachvollziehen, warum sich ein Verhalten geändert hat. Zweitens behalten Sie eine belastbare Änderungshistorie. Wenn intern, durch Kunden oder im Rahmen einer Prüfung gefragt wird, wann und weshalb das CMP geändert wurde, ist ein sauberer Migrationsordner deutlich besser als Erinnerung aus Slack-Nachrichten.
Übertragen Sie alte Einwilligungsentscheidungen nicht blind in CookiePilot. Ob bisherige Präferenzen weiterverwendet werden können, hängt von Kategorien, Zwecken, Anbietern, Texten, Speicherfristen und technischer Logik ab. Wenn das neue Banner inhaltlich eine andere Frage stellt, kann eine automatische Übernahme problematisch sein. Treffen Sie diese Entscheidung bewusst und dokumentieren Sie sie.
Kategorien, Anbieter und Skripte abbilden
Die eigentliche Migration entscheidet sich im Mapping. „Statistik“, „Analytics“, „Marketing“, „Externe Medien“ oder „Funktional“ können je nach System und Website unterschiedliche Bedeutungen haben. Deshalb sollten Sie nicht nur Kategorienamen übertragen, sondern Zwecke und technische Auslöser prüfen.
Arbeiten Sie mit einer Tabelle: Dienst, Anbieter, Zweck, bisherige Cookiebot-Kategorie, neue CookiePilot-Kategorie, Einbauort, Consent-Abhängigkeit, GTM-Trigger, verantwortliches Team und Testnachweis. Ein Anbieter kann mehrere Zwecke erfüllen. Google kann etwa für Analytics, Ads, Conversion-Linking, Maps oder YouTube auftauchen. Meta kann Marketing, Social Login oder eingebettete Inhalte betreffen. Die Kategorie folgt dem Zweck, nicht dem Logo.
Für Google Consent Mode v2 müssen Sie die Consent-Signale besonders sauber mappen. Relevant sind regelmäßig ad_storage, analytics_storage, ad_user_data und ad_personalization. Je nach Setup können weitere Speicherarten hinzukommen. Wichtig ist: CookiePilot, der Tag Manager und die einzelnen Tags müssen dieselbe Logik für Standardzustand und Aktualisierung verwenden.
Die Standardzustände sollten gesetzt werden, bevor Google-Tags laufen. Nach einer Auswahl im Banner müssen aktualisierte Zustände an die Tags übergeben werden. Wenn Sie GTM nutzen, planen Sie mit dem Leitfaden zu Google Consent Mode v2 im Google Tag Manager und dem Überblick zu Google Consent Mode v2.
Schritt-für-Schritt-Migration
Behandeln Sie die Migration wie ein kleines Release. Arbeiten Sie zuerst in Staging oder in einer kontrollierten Vorschau. Wenn es keine Staging-Umgebung gibt, definieren Sie ein enges Zeitfenster, klare Verantwortlichkeiten und ein getestetes Rollback.
- CMP-Änderungen einfrieren. Während der Vorbereitung sollten keine parallelen Anpassungen an Cookiebot, GTM-Triggern oder Bannertexten passieren.
- Audit abschließen. Inventar, Screenshots, Exporte, Scan-Ergebnisse und bekannte Altprobleme werden abgelegt.
- CookiePilot konfigurieren. Domains, Sprachen, Kategorien, Bannertexte, Anbieter und Verhalten werden passend zur Website angelegt.
- CookiePilot in Staging einbauen. Der alte Cookiebot-Code wird dort deaktiviert oder entfernt.
- GTM-Logik umbauen. Alte Cookiebot-Abfragen werden durch CookiePilot-kompatible Trigger und Consent-Einstellungen ersetzt.
- Hart eingebaute Skripte prüfen. Theme-, Plugin- und Template-Skripte werden an die passende Kategorie gebunden oder in GTM überführt.
- Consent Mode v2 testen. Standardzustände, Updates und Tag-Verhalten werden in GTM und im Browser geprüft.
- WordPress und WooCommerce testen. Plugin-Reihenfolge, Checkout und Bestellabschluss erhalten eigene Tests.
- Rollback vorbereiten. Rückkehr zu Cookiebot, Rückspielen alter GTM-Version und Zurücksetzen des Deployments sind dokumentiert.
- Launch durchführen. Entwicklung, Marketing und Website-Verantwortliche prüfen gemeinsam.
- Monitoring starten. Consent-Raten, Conversions, Fehlermeldungen und Support-Signale werden beobachtet.
Für Shops ist der Beitrag zum Cookie-Banner für WooCommerce besonders nützlich, weil WooCommerce-Erweiterungen Skripte oft nur auf bestimmten Checkout- oder Kontoseiten laden.
Google Tag Manager und Consent Mode v2 validieren
Öffnen Sie den GTM-Vorschaumodus in einem frischen Browserprofil. Prüfen Sie zuerst, ob der Consent-Default vor consentabhängigen Tags gesetzt wird. Danach testen Sie jede Banneraktion: ablehnen, akzeptieren, Auswahl speichern, Präferenzen ändern und Einwilligung widerrufen.
Für GA4 prüfen Sie Page Views, Events, E-Commerce-Events und DebugView. Für Google Ads prüfen Sie Conversion Linker, Conversion-Tags und Remarketing-Tags. Bei Microsoft Advertising, Meta, LinkedIn, TikTok, Affiliate- oder E-Mail-Marketing-Tags müssen Sie eigene Triggerlogik testen. Google Consent Mode ersetzt keine Steuerung für Nicht-Google-Anbieter.
Achten Sie auf doppelte Signale. Wenn Cookiebot und CookiePilot gleichzeitig aktiv sind, können Tags widersprüchliche Zustände erhalten oder doppelt feuern. In Staging kann ein kurzer Vergleich sinnvoll sein, aber im normalen Nutzerverkehr sollte nur ein CMP aktiv sein.
Nutzen Sie Chrome DevTools für Cookies, Local Storage, Netzwerkaufrufe und dataLayer. Der GTM-Consent-Tab zeigt, ob Tags wegen Consent blockiert, zugelassen oder aktualisiert wurden. Dokumentieren Sie die wichtigsten Tests mit Screenshots oder kurzen Bildschirmaufnahmen. Das wirkt aufwendig, spart aber Zeit, wenn nach dem Launch Zahlen diskutiert werden.
WordPress, WooCommerce und deutscher E-Commerce
WordPress-Installationen haben oft mehrere mögliche Einbauorte: Cookiebot-Plugin, Theme-Header, Child Theme, Code-Snippet-Plugin, GTM, Page Builder oder Hosting-Integration. Suchen Sie gezielt nach alten Snippets und deaktivieren Sie nicht blind mehrere Komponenten gleichzeitig. Ziel ist ein eindeutiger Ladeweg für CookiePilot.
WooCommerce benötigt eine eigene Betrachtung. Testen Sie Produktlisten, Produktdetailseiten, Add-to-Cart, Warenkorb, Gutscheine, Checkout, Zahlungsweiterleitung, Bestellbestätigung, Kundenkonto und gegebenenfalls Abonnements. Viele Erweiterungen laden Tracking, Bewertungen, Betrugsprävention, Chat oder Upselling nur an bestimmten Stellen. Ein Homepage-Test reicht nicht.
Für Deutschland sollten Sie außerdem an typische Shop-Kontexte denken: Zahlungsarten wie Klarna, PayPal, Kreditkarte oder Rechnungskauf, Versanddienstleister, Bewertungsplattformen, Trusted-Shops-ähnliche Integrationen, Affiliate-Netzwerke und Preisvergleichsdienste. Nicht jeder dieser Dienste gehört automatisch in dieselbe Kategorie. Entscheidend ist, ob der Zugriff für die gewünschte Leistung notwendig ist oder einem optionalen Zweck dient.
Vergleichen Sie Tracking-Zahlen nach der Migration mit Vorsicht. Wenn Consent sauberer umgesetzt wird, können Analytics- oder Marketing-Zahlen sinken, ohne dass ein technischer Fehler vorliegt. Gleichzeitig können Abweichungen auf falsche Trigger, doppelte Tags oder fehlende Consent-Updates hinweisen. Deshalb brauchen Sie Tests und Monitoring, nicht nur Bauchgefühl.
Planen Sie für deutsche Shops außerdem den Alltag nach dem Launch. Häufig werden neue Tracking-Dienste durch Agenturen, Theme-Updates oder App-Integrationen eingebaut, ohne dass das Consent-Inventar gleichzeitig aktualisiert wird. Legen Sie deshalb fest, dass kein neues Marketing-, Analyse- oder Personalisierungsskript ohne Zweckbeschreibung, Kategorieentscheidung und Testnachweis live geht. Diese Regel ist unspektakulär, verhindert aber, dass die neue CookiePilot-Konfiguration nach wenigen Wochen wieder unübersichtlich wird.
Wenn mehrere Länder aus einem Shop bedient werden, prüfen Sie auch Sprach- und Marktkombinationen. Ein Nutzer aus Deutschland kann eine englische Seite besuchen, ein österreichischer Kunde kann im deutschen Checkout landen, und B2B-Kunden können andere Formulare nutzen als Endverbraucher. Die Bannerlogik sollte nicht nur für die ideale Hauptsprache funktionieren, sondern für reale Einstiegspunkte aus Anzeigen, Preisvergleichsportalen, Newslettern und organischer Suche.
Testmatrix für die Migration
| Bereich | Test | Erwartetes Ergebnis | Nachweis |
|---|---|---|---|
| Erstbesuch | Startseite im frischen Profil öffnen | CookiePilot erscheint, Defaults sind vor Tags gesetzt | Screenshot, dataLayer |
| Alle ablehnen | Optionale Kategorien ablehnen | Marketing und Analytics feuern nicht ohne passende Freigabe | GTM Preview, Cookies |
| Alle akzeptieren | Alle Kategorien annehmen | Erlaubte Tags feuern einmal und mit aktualisiertem Consent | Tag-Protokoll |
| Auswahl | Nur Statistik akzeptieren | Analytics läuft, Marketing bleibt blockiert | Consent-Tab |
| Widerruf | Präferenzen öffnen und ändern | Künftige Tag-Auslösung folgt neuer Auswahl | Bildschirmaufnahme |
| WooCommerce | Testbestellung abschließen | Checkout funktioniert, optionale Tags folgen Consent | Testorder |
| Sprache | Deutsche und weitere Locale prüfen | Bannertexte und Links passen zur Sprache | Screenshots |
| Wiederkehr | Seite nach gespeicherter Auswahl laden | Auswahl bleibt entsprechend Konfiguration erhalten | Storage-Prüfung |
| Mobil | Banner auf kleinem Viewport testen | Buttons sind lesbar und nutzbar | Mobile Screenshot |
| Rollback | Alte Version in Staging wiederherstellen | Rückkehrpfad funktioniert | Deployment-Notiz |
Häufige Fehler beim Wechsel
Ein häufiger Fehler ist ein optischer Wechsel ohne technische Bereinigung. Das neue Banner ist sichtbar, aber alte Cookiebot-Trigger, dataLayer-Events oder Template-Abfragen bleiben bestehen. Suchen Sie deshalb in Theme, GTM, Plugins und Snippets nach alten Referenzen.
Ein zweiter Fehler ist fehlende Beweissicherung. Wenn Sie die alte Konfiguration entfernen, ohne Exporte und Screenshots zu speichern, verlieren Sie eine wichtige Vergleichsbasis.
Ein dritter Fehler ist eine zu grobe Kategorieübernahme. Statistik, Marketing, Komfort und externe Medien sollten nicht mechanisch kopiert werden. Prüfen Sie Zweck und Anbieter.
Ein vierter Fehler ist das Missverständnis, Consent Mode v2 löse alles. Er ist wichtig für Google-Tags, aber er ersetzt keine CMP-Konfiguration, keine Anbieterprüfung und keine Steuerung fremder Tags.
Ein fünfter Fehler ist ein ungeprüfter Checkout. In deutschen Shops sind Conversion- und Zahlungsprozesse wirtschaftlich kritisch. Jede CMP-Änderung muss dort getestet werden.
Ein sechster Fehler ist fehlende Zuständigkeit. Wenn Recht die Texte kennt, Marketing die Tags steuert und Entwicklung den Code deployt, braucht die Migration eine verantwortliche Person, die Entscheidungen zusammenführt.
Ein siebter Fehler ist das Vergessen von Server-Side-Tagging oder Backend-Events. Manche Unternehmen senden Conversions inzwischen nicht nur aus dem Browser, sondern auch serverseitig oder über API-Integrationen. Auch dort muss klar sein, welche Ereignisse auf welcher Grundlage verarbeitet werden und wie sie zur Nutzerentscheidung im Frontend passen.
Ein achter Fehler ist ein zu kurzer Beobachtungszeitraum. Direkt nach dem Launch sehen Sie technische Ausfälle schnell, aber subtilere Probleme zeigen sich erst nach mehreren Tagen: ungewöhnliche Consent-Raten auf mobilen Geräten, fehlende Kampagnenparameter, abweichende Produktdaten in GA4 oder ein Werbekonto, das Diagnosen erst verzögert aktualisiert.
Launch-Checkliste
Vor dem Go-live sollten diese Punkte erledigt sein:
- CookiePilot ist für alle aktiven Domains und Sprachen konfiguriert.
- Cookiebot ist im Launch-Pfad deaktiviert oder entfernt.
- Alte Cookiebot-Referenzen in GTM, Theme und Plugins wurden geprüft.
- Kategorien und Anbieter wurden fachlich freigegeben.
- Datenschutzerklärung und Cookie-Hinweise sind verlinkt und aktuell.
- Consent Mode v2 Defaults werden vor Google-Tags gesetzt.
- Nicht-Google-Tags haben eigene Consent-Trigger.
- WordPress- und WooCommerce-Sonderfälle wurden getestet.
- Testmatrix ist ausgefüllt und abgelegt.
- Rollback mit alter GTM-Version und altem Deployment ist dokumentiert.
- Verantwortliche für Launch und Monitoring sind erreichbar.
Kombinieren Sie den Launch möglichst nicht mit unnötigen Nebenänderungen. Wenn gleichzeitig ein neues Theme, neue Checkout-Erweiterungen und neue Ads-Tags live gehen, wird Fehlersuche unnötig schwer.
Halten Sie während des Launchs ein einfaches Protokoll. Notieren Sie Zeitpunkt des Deployments, veröffentlichte GTM-Version, CookiePilot-Konfigurationsstand, getestete Seiten, gefundene Auffälligkeiten und die Entscheidung, ob der Launch bestätigt oder zurückgerollt wurde. Dieses Protokoll muss kein langes Dokument sein. Wichtig ist, dass spätere Fragen nicht aus verstreuten Chat-Nachrichten rekonstruiert werden müssen.
Monitoring nach dem Launch
In den ersten 24 Stunden prüfen Sie Homepage, Top-Landingpages, Checkout, Consent-Raten, GA4-Realtime, Google-Ads-Diagnosen, Conversion-Zahlen, JavaScript-Fehler und Support-Meldungen. Testen Sie Desktop und Mobile. Wenn Sie mehrere Länder bedienen, prüfen Sie mindestens Deutschland und Ihre wichtigsten weiteren Märkte.
In der ersten Woche vergleichen Sie Trends. Eine niedrigere Marketing-Einwilligung kann durch klarere Sprache, andere Button-Gewichtung oder sauberere Kategorien entstehen. Eine abrupte Null bei Conversions deutet dagegen eher auf einen technischen Fehler hin. Dokumentieren Sie Abweichungen und entscheiden Sie, ob es sich um Implementierung, verbessertes Consent-Verhalten oder normale Schwankung handelt.
Nach ein bis zwei Wochen sollte ein Review stattfinden. Prüfen Sie, ob neue Tags nur über den vereinbarten Prozess eingebaut werden, ob das Cookie-Inventar aktuell bleibt und ob Kategorieänderungen freigegeben werden. Ein CMP-Wechsel ist erst dann erfolgreich, wenn die laufende Governance besser funktioniert.
Für das Monitoring ist ein gemeinsames Dashboard hilfreich, aber nicht zwingend. Entscheidend sind klare Schwellenwerte: Welche Abweichung bei Conversions löst eine technische Prüfung aus? Ab welchem Rückgang der Consent-Rate wird der Bannertext geprüft? Wer bewertet, ob eine neue Plugin-Version zusätzliche Cookies setzt? Wenn diese Fragen vorher beantwortet sind, wird das Team nach dem Launch ruhiger und schneller reagieren.
Bewerten Sie auch Support- und Sales-Rückmeldungen. Nutzer melden selten „Consent Mode ist falsch konfiguriert“. Sie berichten eher, dass ein Video nicht lädt, ein Chat fehlt, ein Rabattcode nicht funktioniert oder eine Zahlung abbricht. Solche Hinweise sollten in den ersten Tagen ernst genommen und mit den technischen Tests abgeglichen werden.
Prüfen Sie nach dem Launch zusätzlich die Seiten, die selten im Standard-Testplan stehen: Karriereformulare, eingebettete Karten auf Standortseiten, Download-Gates für Whitepaper, Webinar-Anmeldungen, Partner-Landingpages und alte Kampagnen-URLs. Gerade dort liegen oft hart eingebaute Skripte, die bei einem Relaunch oder einer CMP-Migration übersehen werden. Wenn solche Seiten Umsatz, Bewerbungen oder Leads liefern, gehören sie in die Nachkontrolle.
Halten Sie auch fest, wann der nächste reguläre Cookie-Scan oder Inventar-Review stattfinden soll. Ein guter Rhythmus hängt von der Änderungsfrequenz ab. Bei aktiven Shops und Kampagnenseiten ist eine häufigere Prüfung sinnvoll als bei einer statischen B2B-Website. Wichtig ist, dass der Termin im Kalender steht und nicht erst nach dem nächsten Problem gesucht wird.
Entscheidungshilfe: jetzt wechseln oder warten?
Wechseln Sie jetzt, wenn Sie einen klaren Grund, eine verantwortliche Person, ein fertiges Inventar und ein realistisches Launch-Fenster haben. Gute Gründe sind Consent Mode v2, ein Relaunch, ein WooCommerce-Projekt, bessere Mehrsprachigkeit, sauberere Tag-Steuerung oder der Wunsch nach dem CookiePilot-Workflow.
Warten Sie, wenn niemand weiß, welche Tags aktiv sind, wenn ein großer Relaunch ungeordnet läuft oder wenn Recht und Marketing Kategorien noch unterschiedlich verstehen. Dann ist ein einwöchiges Audit sinnvoller als ein schneller Bannerwechsel.
Für weitere Einordnung können Sie den Beitrag zu DSGVO-Cookie-Banner-Leitfaden, den Vergleich Cookiebot vs. CookieYes vs. CookiePilot und Informationen zu CMP-Preisen nutzen. Wenn Sie die Migration konkret besprechen möchten, hilft die Kontaktseite mit Angaben zu Domains, CMS, GTM, Shop-System und gewünschtem Termin.
FAQ
Kann ich beim Wechsel von Cookiebot zu CookiePilot alte Einwilligungen übernehmen?
Nur nach Prüfung. Entscheidend ist, ob Kategorien, Zwecke, Anbieter, Texte und technische Logik vergleichbar sind. Exportieren Sie alte Nachweise, aber übertragen Sie Entscheidungen nicht automatisch.
Muss der Google Tag Manager angepasst werden?
In den meisten Fällen ja. Alte Cookiebot-Trigger und Consent-Abfragen müssen durch CookiePilot-kompatible Logik ersetzt und in GTM Preview getestet werden.
Garantiert CookiePilot DSGVO- oder TTDSG-Konformität?
Nein. CookiePilot kann Consent-Management unterstützen. Die rechtliche Bewertung hängt von Ihrer konkreten Website, Ihren Anbietern, Zwecken, Texten und Prozessen ab.
Wie lange dauert eine Migration?
Bei einer einfachen Website ist der technische Austausch oft schnell erledigt. Bei mehrsprachigen Shops mit vielen Tags dauert Audit, Mapping und Testing deutlich länger.
Was ist bei WooCommerce besonders wichtig?
Checkout, Zahlungsweiterleitungen, Bestellbestätigung, Kundenkonto und Erweiterungen müssen separat getestet werden. Viele Skripte erscheinen nur dort.
Was sollte nach dem Launch überwacht werden?
Consent-Raten, GA4-Events, Ads-Conversions, Tag-Fehler, Checkout-Abbrüche, JavaScript-Fehler und Support-Meldungen.
Wo starte ich, wenn das alte Setup unübersichtlich ist?
Beginnen Sie mit einem Inventar aller Skripte und Anbieter. Erst wenn Zweck, Kategorie, Einbauort und Verantwortliche klar sind, sollte CookiePilot konfiguriert werden.
Geschrieben von
Marcin
Zespół CookiePilot dzieli się wiedzą o RODO, PKE i zarządzaniu cookies.
